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OK-Präsident

Stefan Fuhrer
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Gabenchef

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Der Bözbergschwinget

Seit jeher waren die ureidgenössischen Traditionen in der ländlichen Bevölkerung rund um den Bözberg tief verwurzelt. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass bereits im ersten Viertel dieses Jahrhunderts das erste Schwingfest bei den historisch bekannten Vierlinden durchgeführt wurde. In der Folge trafen sich die Schwinger des Schwingklubs Baden-Brugg und auch teilweise Vertreter von weiteren befreundeten aargauischen Klubs zu einem Frühjahrs- oder Rangschwinget in einem typischen Bauerndörfchen rund um den Bözberg. Mit der Durchführung des Aargauischen Kantonalen Schwingertages im Jahre 1952, an welchem der spätere Klubpräsident Walter Haller aus Brugg gemein-sam mit dem Oftringer Max Zimmerli zum Festsieger gekrönt wurde, erlebte dieser bevorzugte Festort auf dem Bözberg bei den Vierlinden den ersten Höhepunkt. Bei der Organisation dieser schwingerischen Anlässe wirkten sich damals die gegebenen Umstände, wonach in jener Zeit praktisch jeder Turnverein dieser Dörfer eigene Schwinger in seinen Reihen zählen durfte, sehr vorteilhaft aus. Leider haben sich inzwischen diese Verhältnisse geändert. Der eigentliche Ursprung des Bözbergschwingets, wie er sich in der heutigen bewährten Form abwickelt, geht auf das Jahr 1954 zurück. Der damalige Präsident des Schwingklubs Baden-Brugg - Otto Jehle aus Nussbaumen - unterstützt vom Ehrenmitglied und auf dem Bözberg beheimateten Ferdinand Haus, konnte an der General-versammlung vom 31. Januar 1954 im Restaurant Schützengarten in Brugg seine Idee, inskünftig auf dem Bözberg alljährlich einen traditionellen Schwinget zu veranstalten, trotz einigem Widerstand aus der Versammlung verwirklichen. Im gleichen Jahre, infolge einer Schlechtwetterperiode am ungewohnten Datum vom 3. Oktober, fand bereits der erste offizielle Bözbergschwinget statt. An diesem Wettkampf nahmen 46 Schwinger, darunter 18 Gäste, teil und als erster durfte der Ueker Landwirt Alfred Loosli seinen Namen zuoberst auf der Siegerliste vermerken. Der erste Bözberger verlief recht zufriedenstellend. In den nächsten Jahren wurden die Erwartungen in keiner Weise erfüllt, nicht zuletzt infolge schlechter Wetterbedingungen und die sich daraus ergebenden Verschiebungen.
Mit der Wahl von Fridolin Steinmann zum Klubpräsidenten im Jahre 1960 entwickelte sich der Bözbergschwinget in kurzer Zeit zum vorgesehenen Bergschwinget. Erfolgreiche Verhandlungen mit den schwingerfreundlichen Behörden der Ge-meinde Unterbözberg erlaubten fortan unserem Schwingklub die Sportwiese sowie die Turnhalle im Ursprung zu benützen.
Dieser Schwingeranlass fand auch beim obersten Organ des Eidgenössischen Schwingerverbandes die entsprechende Beachtung, nachdem einem Gesuch über die Verpflichtung von Gästeschwingern in Klubstärke aus einem anderen Teilbverband entsprochen wurde. Dieses Zugeständnis der eidgenössischen Obrigkeit verlieh nun dem Bözbergschwinget inbezug auf die Qualität des Teinehmerfeldes eine besondere Note. Auf Grund der Siegerliste fanden Spitzenschwinger wie die beiden Schwingerkönige Karl Meli und Rudolf Hunsperger aber auch weitere Koryphäen wie Max Kobelt, Manfred Aellen, Hans Stucki, Thomas Bisig, Walter Blatter usw. den Weg auf den Bözberg. Alles Schwinger, die in ihrer Zeit die Schwinger-zene auf eidgenössischer Ebene entscheidend mitgestaltet haben.
Bauliche Veränderungen um das Sportgelände im Ursprung bewogen Mitte der siebziger Jahre den Schwingplatz auf eine Matte nordwestlich des Bauernhofes der sehr schwingerfreundlich gesinnten Familie Jost-Keller zu Verlegen, was sich bis zum jetzigen Zeitpunkt in jeder Beziehung sehr positiv auswirkte. Während rund 15 Jahren hat das unverwüstliche Doppelgespann Fridolin Steinmann und Walter Haller den Bözbergschwinget mit einer perfekten Organisation zur Blüte gebracht. Aber auch ihre Nachfolger mit dem besonnenen Kurt Eggimann, Präsident des Aargauischen Schwinger-verbandes und Gemeindeammann in Birrhard, sowie dem temperamentvollen Christian Aeschlimann, ein Schwingertyp ureidgenössischer Prägung, bildeten gemeinsam den Garant, wonach dieser Anlass in seiner bisherigen erfolgsversprechenden Art erhalten blieb.